Bremen (dpa) - Werder Bremen hat Berichte über ein verbessertes Angebot von Real Madrid für Fußball-Nationalspieler Mesut Özil dementiert. «Es gibt keine Veränderung», sagte Werders Clubchef Klaus Allofs.

Mehrere spanische und deutsche Medien hatten von einer neuen Offerte für den umworbenen Mittelfeldspieler berichtet. Das Sportblatt «Marca» berichtete ebenso wie das Konkurrenzblatt «As», die «Königlichen» hätten dem SV Werder eine zweite, aufgestockte Offerte für Özil vorgelegt. Die angebotene Ablösesumme bezifferten die Blätter auf 14 Millionen bis 15 Millionen Euro. Zuvor sollen es neun Millionen gewesen sein. Allofs hatte keine Angaben zu Zahlen gemacht, das Angebot aber als zu gering bezeichnet.

Nach Informationen der spanischen Sportpresse wollen die Madrilenen, falls Werder die angebotene Ablöse nicht akzeptiert, bis zur nächsten Saison warten und Özil dann ablösefrei unter Vertrag nehmen. «Unser Angebot steht», zitierte «Marca» ein namentlich nicht genanntes Mitglied der Vereinsführung von Real. «Wenn die Bremer 14 Millionen Euro zum Fenster hinauswerfen wollen, ist das ihr Problem.»

«As» will erfahren haben, dass Werder die geforderte Ablöse auf 30 Millionen Euro erhöht haben soll. «Bei Real bekommt man das Gefühl, von den Bremern an der Nase herumgeführt zu werden», schrieb die Sportzeitung. Sie erinnerte allerdings daran, dass es bei der Verpflichtung von Rafael van der Vaart vor zwei Jahren einen ähnlichen Transferpoker wie jetzt um Özil gegeben habe. Am Ende sei der damalige HSV-Kapitän aber zu Real gewechselt.