Baden-Baden/Berlin (dpa) - Rekord für Unheilig: Zum 15. Mal steht die deutsche Synth-Rock-Band mit dem Album «Große Freiheit» an der Spitze der wöchentlichen Charts. Damit ist die Platte «das am längsten auf eins platzierte deutsche Album».

Die Aachener Musiker um den Sänger und Komponisten «Der Graf» lösen den Vorzeige-Bochumer Herbert Grönemeyer ab, dessen Platte «Ö» 1988 mit Hits wie «Was soll das?» 14 Wochen an der Spitze rangierte. Mit einem nicht-deutschen Album hält nach wie vor Genesis den Rekord: Die Platte «We Can't Dance» war in den Jahren 1991 und 1992 insgesamt 24 Mal auf Platz eins. Das teilte das Marktforschungsunternehmen Media Control in Baden-Baden mit.

Das Album «Große Freiheit» mit dem Hit «Geboren um zu leben» schoss Anfang März von null auf Platz eins. Obwohl es einige Male verdrängt wurde, gelangte es immer wieder zurück an die Spitze. «Der Graf», wie sich der Unheilig-Frontmann nennt, verkaufte nach Angaben seiner Plattenfirma Universal Music bereits mehr als 500 000 Einheiten von «Große Freiheit», was heutzutage fünffach Gold sowie Platinstatus entspricht. Auch in Österreich hat das Album Platin-Status, in der Schweiz Gold.

Grönemeyers Album «Ö» wurde mehr als drei Mal so viel verkauft. Es erreichte nach Angaben des Bundesverbands Musikindustrie bereits siebenmal Gold, was bei einem vor 1999 veröffentlichten Album mehr als 1,75 Millionen verkauften Tonträgern entspricht.

In den aktuellen Album-Charts landet die norwegische Band a-ha, die sich im Dezember endgültig trennen will, mit ihrem Best-Of-Album «25» aus dem Stand auf Position zwei. Dahinter steht wie in der Vorwoche US-Rapper Eminem mit «Recovery».

In den Single-Charts platziert sich Grand-Prix-Siegerin Lena mit ihrem neuen Song «Touch A New Day» neu auf Platz 13. Fans des 80er-Jahre-Synthiepop haben den britischen Newcomern Hurts («Wonderful Life») bis auf Rang zwei verholfen.

Nach wie vor auf Rang eins sitzen Yolanda Be Cool & Dcup mit ihrem Sommerhit «We No Speak Americano». Shakira und Freshlyground rutschen dagegen mit «Waka Waka» von Platz zwei auf drei. Es folgen auf vier Lady Gaga mit «Alejandro» (Vorwoche drei) und Edward Maya und Vika Jigulina («Stereo Love») auf fünf (Vorwoche vier). Die kompletten Charts werden offiziell erst am Freitag veröffentlicht.