Bern (dpa) - Die Tottenham Hotspur haben eine herbe Pleite in der Qualifikation zur Champions League mit einem Kraftakt noch abwenden können. Der englische Spitzen-Club kam nach klarem Rückstand noch zu einer 2:3 (1:3)-Niederlage bei den Young Boys Bern.

Durch die Tore von Sebastien Bassong (42. Minute) und Roman Pawlutschenko (83.) kann Tottenham im Rückspiel in der kommenden Woche an der heimischen White Hart Lane weiter auf den erstmaligen Einzug in Europas Fußball-Königsklasse hoffen. Für eine dicke Überraschung sorgte der slowakische Meister MSK Zilina, der bei Sparta Prag mit 2:0 (1:0) siegte. Der FC Kopenhagen hat nach dem 1:2 (0:1) bei Rosenborg Trondheim noch gute Chancen auf die Qualifikation für das Millionengeschäft. Im vermeintlich bestbesetzten Ausscheidungsspiel trennten sich die ehemaligen Landesmeister-Cup-Sieger Dynamo Kiew und Ajax Amsterdam 1:1 (0:0).

Alexander Kerschakow hat die Hoffnungen von Zenit St. Petersburg auf den Einzug in die Champions League aufrechterhalten. Der Stürmer erzielte gegen AJ Auxerre bereits in der dritten Minute den Siegtreffer zum 1:0 (1:0) des UEFA-Pokalsiegers von 2008. Der deutsche Qualifikationsteilnehmer Werder Bremen bestreitet sein Hinspiel in der Ausscheidungsrunde am 18. August gegen Sampdoria Genua.

Nach dem Coup gegen Fenerbahce Istanbul in der 3. Runde überraschte Bern auch die «Heißsporne» aus dem Norden Londons. Schon nach 28 Minuten führten die Hausherren auf dem heimischen Kunstrasen durch Tore von Senad Lulic (4. Minute), Henri Ntsama (13.) und Xavier Hochstrasser (28.) verdient mit 3:0. Doch die Engländer schlugen noch zweimal zurück.

Für die Königsklasse buchen kann das Überraschungsteam aus Zilnia nach den Auswärtstoren von Erich Brabrec (39.) und Thomas Repka (66.) - die favorisierten Prager enttäuschten und müssen sich wohl mit der Teilnahme an der Europa League zufriedengeben. Der «Trost-Cup» droht auch Ex-Champion Dynamo Kiew. In Unterzahl gelang Oleg Gusew (66.) immerhin noch der Ausgleich nach dem Ajax-Führungstor von Jan Vertonghen (58.). Kurz zuvor hatte Denis Garmasch die Rote Karte gesehen.