Berlin (dpa) - Bei umweltfreundlichen Autos fahren japanische Hersteller der Konkurrenz weiter voraus - kombinierte Elektro- und Benzinmotoren sind dabei laut einer Studie stark im Kommen.

Unter den zehn derzeit saubersten Modellen sind sieben aus Japan, davon vier mit Hybrid-Antrieben, wie aus einer am Mittwoch vorgestellten «Auto- Umweltliste» des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hervorgeht. Deutsche Marken haben nun zwei Modelle in der Spitzengruppe, nachdem es vor einem Jahr drei waren.

Gesamtsieger bei CO2-Ausstoß, Schadstoffen und Lärm wurden Toyota Auris Hybrid und Toyota Prius Hybrid. Die besten CO2-Werte hatten ein Smart und ein VW Polo. Bewertet wurden 350 Pkw.

Wer umweltverträgliche Autos kaufen wolle, habe nun eine breitere Auswahl als in den Vorjahren, sagte der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Gerd Lottsiepen, in Berlin. Die Hersteller müssten für Modelle mit guter Öko-Bilanz aber auch offensiv Werbung machen. Spritsparende Technologien sollten nicht nur in Sondervarianten, sondern in alle Fahrzeugklassen eingebaut werden.

Bei kleineren Kompaktwagen schnitt der Toyota Auris Hybrid am besten ab. Bei Familienautos mit mindestens fünf Sitzen und vier Türen siegte in der Auswertung der Toyota Prius Hybrid, bei Sieben- Sitzern der Volkswagen Touran 1.4 TSI EcoFuel DSG. «Klimabeste» Wagen mit dem geringsten Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) sind demnach der Smart Fortwo Coupé/Cabrio CDI (86 Gramm pro Kilometer) und der VW Polo 1.2 TDI Blue Motion (87 Gramm).

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub forderte, spritsparende Technologien weiterzuentwickeln, statt zu stark auf Elektroautos zu setzen. Als universelle Familienautos seien diese «auf absehbare Zeit nicht geeignet». Selbst wenn das Ziel der Bundesregierung von einer Million E-Autos 2020 erreicht werde, dürften daneben gut 45 Millionen Wagen mit Verbrennungsmotoren fahren.