Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will noch im Herbst einen Maßnahmenplan zur Regelung von Geodiensten im Internet vorlegen.

Solche Web-Anwendungen nutzen Geodaten - also die metergenauen Angaben der geografischen Breiten- und Längengrade eines jeden Ortes - und verbinden diese mit anderen Informationen. Die folgende Auswahl von Geodiensten macht die Bandbreite der Möglichkeiten deutlich.

- Google Maps: Der wohl bekannteste Geodienst stellt eine dynamische Karte zur Verfügung, also eine Karte, die sich je nach Eingabe des Nutzers verändert. In einem Feld können beliebige Orte und Adressen eingegeben werden. Ebenfalls integriert ist ein Routenplaner, der die schnellste Verbindung zwischen zwei Orten berechnet. In Google Maps sind auch Satellitenaufnahmen und Luftbilder zu sehen, die von Spezialanbietern wie DigitalGlobe, Aerowest oder GeoEye stammen.

- Google Street View: Dieser in Google Maps integrierte Dienst zeigt Straßenansichten in Form von umfassenden Panoramafotos an. Er ist bislang in 23 Ländern verfügbar. Bis Ende des Jahres sollen auch zunächst 20 Städte in Deutschland hinzukommen.

- Google Earth: Geodaten sind hier mit Satellitenaufnahmen verknüpft. Google Earth kann als eigenes Programm installiert werden, dessen Nutzung eine Internetverbindung voraussetzt. Ein Plugin, also ein Zusatzprogramm, bindet die Ansicht von Google Earth auch in Google Maps ein.

- Microsoft Bing Maps: Das Gegenstück zu den Google Maps ermöglicht ebenfalls die Suche nach Adressen und eine Routenplanung. Hier gibt es auch für Deutschland bereits jetzt Fotoansichten mit Satellitenaufnahmen und Aufnahmen von Flugzeugen («Vogelperspektive»). Microsoft hatte für diese Aufgabe im Jahr 2006 den Kameraspezialisten Dalsa übernommen.

- Sightwalk: Die Anwendung des Kölner Unternehmens panogate zeigt Straßenansichten von bislang sieben Städten in Verbindung mit einem Stadtplan und einer Adresseneingabe.