Düsseldorf (dpa) - Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hat harte Kritik am Terminkalender des europäischen Fußball- Dachverbandes UEFA geübt.

«Das ist ein Verbrechen an den Ligen. Wegen zweier Mannschaften, die im Champions-League-Finale stehen, müssen die Vereine aus ganz Europa zwei Wochen lang in der Nase bohren», sagte Völler dem «Express».

Das Endspiel der «Königsklasse» findet am 28. Mai 2011 in London erneut an einem Samstag statt. Bis 2009 war das Finale auf Mittwoch terminiert. Bayern München und Inter Mailand trafen im Endspiel 2010 in Madrid (0:2) erstmals an einem Samstag aufeinander.

«Der Bundesliga zum Beispiel wird ein Spieltag gestohlen. Dieses Finale an einem Samstag auszutragen ist eine Unverschämtheit. Das ist der größte Schaden, den man den Ligen antun konnte», ergänzte Völler seine Kritik. Zwischen dem letzten Bundesliga-Spieltag 2011 am 14. Mai und dem Champions-League-Finale liegen zwei Wochen. Das DFB-Pokalendspiel in Berlin ist für den 21. Mai 2011 angesetzt.

UEFA-Präsident Michel Platini hatte die Verlegung von Mittwoch auf Samstag damit begründet, dass Familien und Kinder das Champions- League-Finale dann besser verfolgen könnten. Auch Bundestrainer Joachim Löw hatte hieran Kritik geübt und die dreiwöchige Zeitspanne ohne Spiel bemängelt. Die Nationalmannschaft tritt drei Wochen nach dem Ligafinale am 3. Juni in Österreich und am 7. Juni 2011 in Aserbaidschan zu EM-Qualifikationsspielen an.