NEW YORK (dpa-AFX) – Der Euro <EURUS.FX1> hat am Donnerstag nach einem zwischenzeitlichen Anstieg im Zuge schwacher US-Konjunkturdaten wieder an Boden verloren. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,2812 US-Dollar, nachdem sie zuvor noch bis auf 1,2895 geklettert war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2836 (Mittwoch: 1,2880) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7791 (0,7764) Euro.

Schwache Konjunkturdaten aus den USA hätten den Dollar im Tagesverlauf unter Druck gebracht, sagte Rainer Sartorius, Devisenexperte beim Bankhaus HSBC Trinkaus. Die enttäuschenden Daten dürften erneut die Diskussion beleben, ob die Fed ihre Programme zum Kauf von Staatsanleihen ausweitet, um die Konjunktur zu stützen. Das könne wiederum den Euro weiter beflügeln. Dass die Gemeinschaftswährung nach Bekanntgabe der US-Daten dennoch wieder etwas Boden verlor, begründeten einige Börsianer mit charttechnischen Argumenten. Es sei typisch, dass der Kurs etwas nachgebe, nachdem einmal mehr der Sprung über die Marke von 1,29 Dollar nicht gelungen sei. Zudem verwiesen sie darauf, dass die Umsätze während der Sommermonate vergleichsweise gering seien.