Frankfurt/Main (dpa) - Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex schloss 1,80 Prozent tiefer bei 6075,13 Punkten. Der MDax sank um 1,01 Prozent auf 8345,50 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,80 Prozent auf 751,45 Punkte nach unten.

In den USA hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im August unerwartet eingetrübt. Zudem war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der vergangenen Woche erneut überraschend gestiegen.

Am Dax-Ende sanken die Aktien von HeidelbergCement um 3,41 Prozent auf 34,43 Euro. Sie litten unter schwach ausgefallenen Zahlen des schweizerischen Konkurrenten Holcim.

Autowerte hingegen schlugen sich zumeist besser als der Gesamtmarkt. Viele Titel der Branche sind Händlern zufolge weiterhin auf Erholungskurs: Volkswagen etwa war der einzige Gewinner im Dax und stieg um 0,70 Prozent auf 78,58 Euro. BMW-Aktien fielen um 1,52 Prozent. Papiere von Autozulieferern wie Continental und ElringKlinger zählten im MDax zu den wenigen Titeln, die im Plus schlossen.

Aktien des im SDax notierten Bau- und Möbelzulieferers Pfleiderer fielen nach einem enttäuschenden Ausblick um 1,28 Prozent auf 4,541 Euro. Der Autovermieter Sixt kommt derweil nach einem schwierigen Jahr 2009 wieder in Fahrt, die Titel stiegen um 1,37 Prozent.

Der EuroStoxx 50 schloss 1,97 Prozent tiefer bei 2675,02 Punkten. In Paris und London gaben die nationalen Indizes ebenfalls deutlich nach. Auch der New Yorker Dow Jones lag zum europäischen Handelsschluss klar im Minus.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,02 (Vortag: 2,01) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte unterdessen um 0,10 Prozent auf 128,56 Punkte. Der Bund Future legte um 0,32 Prozent zu auf 132,57 Punkte. Nach den schwachen US-Konjunkturdaten stieg der Euro. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2858 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2836 (Mittwoch: 1,2880) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7791 (0,7764) Euro.