Cincinnati (dpa) - Starke Schulter-Schmerzen statt Tennis-Duell mit Roger Federer: Philipp Kohlschreiber hat anderthalb Wochen vor Beginn der US Open sein Achtelfinalmatch beim ATP-Masters-Turnier in Cincinnati gegen den Schweizer absagen müssen.

«Die Schulter fühlt sich heute irgendwie sehr steif an. Der Bewegungsradius ist nicht gut, ich habe einfach sehr große Schmerzen. Auch mit Hilfe des Physiotherapeuten ist es nicht besser geworden. Ich denke, dass eine Absage die einzig vernünftige Entscheidung ist, um größeren Schaden zu vermeiden», sagte Kohlschreiber der Nachrichtenagentur dpa.

Er habe bereits in den vergangenen beiden Tagen einige Schmerzen in der Schulter verspürt, so Kohlschreiber. Als die Probleme beim Aufwärmen zur morgendlichen Trainingseinheit erneut auftraten, entschied sich der 26-Jährige, das Duell mit dem Weltranglisten-Zweiten, Federer, abzusagen. «Ich konnte mich ganz normal einschlagen, aber alles oberhalb der Schulter - Aufschlag, Schmetterball - hat sehr wehgetan. Ich konnte einfach keine freie Bewegung machen und das war ausschlaggebend für meine Entscheidung.»

Ob die vielen Drei-Satz-Matches in den vergangenen beiden Wochen die Ursache für die Entzündung sind, konnte Kohlschreiber nicht sagen. Der Rechtshänder musste in seinen vergangenen fünf Partien jeweils über die volle Länge gehen. Eine Kernspin-Tomographie soll genauen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. «Die Ärzte werden hoffentlich nichts finden, sondern mir nur sagen, dass ich die Schulter etwas schonen und entzündungshemmende Mittel nehmen muss. Und dann hoffe ich, dass es in zwei, drei Tagen weg ist und ich wieder vorsichtig anfangen kann», meinte Kohlschreiber.

Sein Start bei den US Open sei nach derzeitigem Stand nicht in Gefahr, betonte Kohlschreiber. «Mir geht es körperlich zu 95 Prozent gut. Aber wenn man halt nicht aufschlagen kann, ist leider mehr als die halbe Miete verloren im Tennis. Das Service ist nun einmal der wichtigste Schlag.»