Hamburg (dpa) - CDU und GAL haben eine Hürde auf dem Weg zur Fortsetzung ihrer Koalition in Hamburg mit Christoph Ahlhaus als Bürgermeister genommen.

Nach einem Mitgliederabend der GAL, auf dem sich der 40 Jahre alte CDU-Innensenator am Mittwoch den Fragen der Grünen-Basis stellte, sehen beide Seiten der entscheidenden Mitgliederversammlung am Sonntag zuversichtlich entgegen.

«Wir haben eine hervorragende Chance, die schwarz-grüne Zusammenarbeit für die Stadt fortzusetzen, sagte Ahlhaus im Anschluss an die Veranstaltung. «Es waren zum Teil kritische, aber faire Fragen.»

Die GAL-Landesvorsitzende Katharina Fegebank sagte: «Mir hat der heutige Abend die Gewissheit gegeben, dass wir auf einem guten Weg sind.» Nun müsse sich der Vorstand mit den Ergebnissen befassen. Sie sei zuversichtlich, dass es ein positives Votum zur Mitgliederversammlung geben werde, sagte Fegebank.

Die Schulsenatorin und zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch (GAL) resümierte: «Ahlhaus hat ein klares Bekenntnis zur Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie abgegeben.» Und das sei etwas, das grüne Politik ausmache. Ahlhaus habe auch offen eingestanden, wo Unterschiede seien. «Er hat keine Anbiederei gemacht, das finde ich gut», sagte Goetsch.

Aus der Mitgliedschaft gab es sowohl positive als auch negative Stimmen zu Ahlhaus' Vorstellung. Manche können sich nicht vorstellen, mit den 40-Jährigen, der gegen den Ruf ankämpft, ein Hardliner zu sein, weiterzuregieren. Andere sehen keine Probleme.

Der weitere Fahrplan bis zur Bürgerschaftssitzung am kommenden Mittwoch sieht so aus: Am Freitag wird Ahlhaus die CDU, den Koalitionspartner und die Öffentlichkeit über seinen Personalvorschlag informieren. Zu besetzen sind unter anderem die Posten des Wirtschaftssenators und des Chefs der Senatskanzlei. Dann braucht Ahlhaus einen Nachfolger im Amt des Innensenators. Und schließlich ist die Frage zu klären, ob die Kulturbehörde selbstständig bleiben soll oder unter Leitung der Wissenschaftssenatorin gestellt wird.