Berlin (dpa) - Der neue Personalausweis nutzt die Funktechnik «Near Field Communication» (NFC) für das Auslesen der auf dem Chip gespeicherten Daten.

Diese Nahfeldkommunikation beschränkt sich in der Praxis auf eine Reichweite von weniger als 50 Zentimetern, wie der Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt, Michael Herfert, erklärt.

Die Energie für die Übertragung erhält der Chip vom elektromagnetischen Feld des Lesegeräts. Der Übertragungsstandard für NFC wurde 2002 von NXP Semiconductors und Sony entwickelt.

NFC-Chips werden meist für die Übertragung geringer Datenmengen verwendet, etwa bei Zutrittskarten für ein Gebäude. Denkbar sind auch Bezahlvorgänge mit einem Handy, das eine NFC-Schnittstelle hat. Beim Personalausweis werden Daten nur verschlüsselt über die sogenannte Luftschnittstelle übertragen.

«Auch mit ganz viel Hardware ist der Schlüssel nicht zu brechen», erklärt Herfert. Daher müsse niemand befürchten, dass Daten auf dem Personalausweis ausspioniert werden könnten.

Fraunhofer-Institut SIT zu Personalausweis