Köln (dpa) - Virtuelle Spiele sind als Kulturgut längst akzeptiert. Auf der Messe Gamescom in Köln wird deshalb auch nicht nur «gedaddelt». Auch kulturell wird etwas geboten: Die Ausstellung «Haus der Computerspiele» zeigt Spielekonsolen und PCs aus vergangenen Jahrzehnten.

Beispielsweise ist die Atari-Konsole VCS zu sehen, die 1977 auf den Markt kam und dem Hersteller in den 1980er Jahren mit mehr als 30 Millionen verkauften Exemplaren einen Marktanteil von 80 Prozent bescherte.

Zwischen 1981 und 1984 mauserte sich der TI-994 von Texas Instruments zu einem der beliebtesten Heimrechner. Mit der Microvision von MB kam 1979 die erste Handheld-Konsole mit wechselbaren Spielen auf den Markt. Die Games wurden aber nicht per Modul ins Gerät gesteckt. Vielmehr musste die gesamte Frontplatte mit Steuertasten und Displayfolie ausgetauscht werden.

Kurze Augenblicke aus der virtuellen Spielewelt zeigt die Aruba Event-Agentur unter dem Titel «The Art Of Games». Für die Kunstausstallung wurden Bilder aus mehr als 20 Spielen wie «TERA», «Battleforge» oder «Machinarium» auf Leinwand festgehalten. Sie zeigen Momente, die während des Spielens nur kurz wahrgenommen oder sogar ganz übersehen werden, weil sie im Game nur dreidimensional auftauchen.

Auch «Artworks» werden ausgestellt: Sie geben Einblick in den Entstehungsprozess eines Spiels, zeigen beispielsweise, wie eine Spielefigur «wächst». Etwa 50 Kunstwerke werden gezeigt.