Gelsenkirchen (dpa) - Felix Magath hat den Verkauf von Stars als notwendige Sparmaßnahme bezeichnet und Einblicke in die Gehaltsstrukturen beim FC Schalke gewährt.

«Als ich kam, verdiente jeder Spieler im Schnitt knapp 91 000 Euro im Monat, ohne Prämien. Ich habe die Grundgehälter der Neuverpflichtungen um 20 Prozent gesenkt. So verdient der aktuelle Kader im Schnitt nur noch gut 73 000 Euro im Monat», sagte der Trainer und Manager des Revierclubs in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung».

Das sei ein Beitrag zur Reduzierung der Verbindlichkeiten gewesen. «Wir haben dem Großverdiener Kuranyi kein neues Vertragsangebot gemacht. Außerdem haben wir unter anderem Asamoah und Bordon verabschiedet sowie Rafinha und Westermann verkauft, die alle gut verdienten», sagte Magath. Auf die Frage der Zeitung, ob er wegen der Vereinsschulden in Höhe von 250 Millionen nervös sei, antwortete Magath: «Ich bin immer nervös. Aber ich bin nicht bereit, finanziell alles auf eine Karte zu setzen, um auf jeden Fall in die Champions League zu kommen.»

Über die schwierige Finanzlage seines Clubs sei er sich zu Beginn seiner Tätigkeit nicht vollends im Klaren gewesen. «Der Verlust in der Saison 2008/2009 war am Ende deutlich höher, als die 13 bis 15 Millionen Euro, die man mir gesagt hat.»