München (dpa) - Hertha BSC feiert einen 17-jährigen «Ösi-Bomber», der Augsburg und Fürth die gemeinsame Tabellenführung - und Cottbus meldet Aufstiegs-Ansprüche an.

«Wir können hier was entwickeln», sagte ein stolzer Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem überzeugenden 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf. Ein Einstand nach Maß gelang auch der SpVgg Greuther Fürth beim 4:1 gegen den Karlsruher SC sowie dem MSV Duisburg, der sich mit dem 3:1 bei Aufsteiger VfL Osnabrück auf den dritten Platz schoss.

Hertha BSC hatte in seinem ersten Zweitliga-Spiel nach 13 Jahren mit dem 3:2 gegen Rot-Weiß Oberhausen seine Aufstiegsambitionen ebenso unterstrichen wie der FC Augsburg, der Aufsteiger FC Ingolstadt mit 4:1 abfertigte. Das Heimspiel von Bundesliga-Absteiger VfL Bochum schließt am Montag den ersten Spieltag ab.

Beim KSC ist Trainer Markus Schupp schon nach dem Saisonstart wieder ein Wackelkandidat. Nach dem Pokal-K.o. und dem Liga-Fehlstart kommen auf den Coach, der in der vorigen Saison mehrfach vor dem Rauswurf stand, schwere Zeiten zu. «In der 2. Liga reichen 98 Prozent nicht. Solche Fehler dürfen wir uns nicht erlauben», kritisierte Schupp den desolaten Auftritt seiner Schützlinge in der ersten Halbzeit.

Bernd Nehrig, Dani Schahin, Kingsley Onuegbu und Stephan Schröck machten Fürths Sieg perfekt. «Es war ein schmaler Grat, aber der Sieg war verdient, wenn auch etwas zu hoch», sagte Fürths Co-Trainer Mirko Reichel. Chefcoach Mike Büskens war wegen einer Kehlkopfentzündung der Pressekonferenz ferngeblieben.

Die Düsseldorfer Fortuna knüpfte an ihre Auswärtsschwäche der vergangenen Saison an. Der Vorjahres-Vierte hatte Defizite im Abschluss, Cottbus nutzte eiskalt seine Möglichkeiten. Der 32 Jahre alte Rumäne Emil Jula und der neun Jahre jüngere Nils Petersen stellten den überzeugenden Saisonstart der Lausitzer sicher. «Wir sind auf einem sehr guten Weg. Mit der Leidenschaft, dieser Willensstärke und dem Teamgeist können wir eine gute Rolle spielten», resümierte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz.

An der Bremer Brücke in Osnabrück hofften die VfL-Fans vergebens auf eine erfolgreiche Zweitliga-Rückkehr. Der MSV spielte seine ganze Erfahrung aus, und die Mischung aus Alt und Jung stimmt. «Die Jungen sind willig und laufen für mich», scherzte Routinier Ivica Grlic, der den MSV in Führung brachte. Talent Julian Koch und Filip Trojan erzielten Duisburgs weitere Treffer.