Mainz (dpa) - Dank seiner Neueinkäufe hat der FSV Mainz seine Negativserie gegen den VfB Stuttgart beendet. Auch weil Nationalstürmer Cacau (19.) einen Foulelfmeter verschoss, gewannen die Mainzer durch Tore der beiden Neulinge Sami Allagui (26.) und Morten Rasmussen (47.) mit 2:0 (1:0).

Die Rheinhessen feierten damit im neunten Bundesliga-Spiel ihren allerersten Sieg gegen den Europa-League-Teilnehmer aus Schwaben. «Das war hochverdient», meinte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel. Gleich in seinem ersten Bundesligaeinsatz traf der aus Fürth gekommene Allagui. Kurz nach der Pause machte vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion mit Rasmussen ein weiterer Neuzugang alles klar. «Das ist doch vom Feinsten. Wenn die Jungs ihr erstes Bundesligaspiel machen und dann treffen. Das ist doch super», jubelte Tuchel.

Der FSV-Trainer hatte auf den Dänen, der nach dem Wechsel von Aristide Bancé nach Dubai am 19. August von Celtic Glasgow ausgeliehen worden war, gesetzt. «Ich habe gesagt, wir sind von der ersten Minute an konkurrenzfähig und wir sind konkurrenzfähig», sagte Tuchel.

Rasmussen, der erst zweimal mit seinem neuen Team trainiert hatte, fügte sich von Beginn an gut ein. Mit seinem Kopfball-Tor aus 16 Metern nach Freistoß seines Landsmanns Bo Svensson gelang ihm ein Kabinettstückchen. Als der Däne dann 20 Minuten vor Schluss ausgewechselt wurde, feierte ihn das Publikum überschwänglich. Sein Nachfolger Adam Szalai traf kurz danach die Latte.

Dabei hätten die Stuttgarter schon früh die Weichen in eine andere Richtung stellen können. Doch 05-Keeper Christian Wetklo parierte nach knapp 20 Minuten in Klasse-Manier einen gar nicht so schlecht ins untere Eck geschossenen Elfmeter von Cacau. Zuvor hatte der Mainzer Kapitän Nikolce Noveski den Stuttgarter Ciprian Marica gefoult. «Wir haben gut angefangen. Wenn ich den Elfmeter treffe, sieht es ganz anders aus», meinte Cacau. «Es kann gut sein, dass wir da mit dem Kopf unten waren», meinte der erfolglose Stürmer.

Nach der durch einen dicken Boulahrouz-Fehler begünstigten Mainzer 1:0-Führung waren die Gastgeber erneut im Glück gewesen. Marica tanzte im Strafraum, zögerte aber zu lange: Mit seinem Schuss konnte er zwar Wetklo überwinden, doch Radoslav Zabavnik klärte auf der Linie für seinen schon geschlagenen Keeper.

In einem Spiel, in dem vieles Stückwerk blieb, waren dann die Hausherren wieder am Drücker. VfB-Schlussmann Sven Ulreich wäre beinahe von einem Flatterball geschlagen worden. Der Nachfolger von Jens Lehmann im Tor der Stuttgarter hielt einen vor ihm gefährlich aufspringenden Freistoß von Christian Fuchs mit dem Gesicht.