Berlin (dpa) - Im Film erinnert einiges an Woody Allen, die Besetzung wartet mit vielen bekannten Gesichtern auf. «Das Leben ist zu lang», die neue Komödie von Dani Levy, hat am Montagabend in Berlin Premiere gefeiert.

Auf dem roten Teppich: Markus Hering, Meret Becker, Veronica Ferres, Gottfried John und Elke Sommer. Zum Ensemble gehören außerdem Levys zehn Jahre alte Tochter Hannah sowie Yvonne Catterfeld, Udo Kier, Michael «Bully» Herbig, Kurt Krömer, Jasmin Tabatabai und Karoline Herfurth. Kinostart ist am Donnerstag.

Dem Premieren-Publikum gefiel die Komödie. «Süß gemacht» und «eine schöne Parabel auf das Filmgeschäft», urteilten die Zuschauer. Neben vielen Darstellern kamen auch Regiekollegen Levys in die Kulturbrauerei, darunter Oskar Roehler und Wim Wenders. Tom Tykwer fand es gut, dass das breitbeinige, aber eigentliche unsichere Verhalten von Filmemachern entlarvt wird. «Der Film outet das jetzt endlich mal.»

Im Mittelpunkt steht der neurotische jüdische Regisseur Alfi Seliger (Hering). Sein neues Projekt - Alfi will den Mohammed- Karikaturenstreit verfilmen - stößt auf wenig Begeisterung. Seine Kinder sind von ihm genervt, seine Ehefrau hat sich in einen anderen verliebt. Ein Selbstmordversuch geht schief. Dann hat Alfi einen Verdacht: Ist er gerade selbst im Film?

«Es war eine große, große Freude, das zu machen», sagte Levy nach der Premiere. Von dem gebürtigen Schweizer, der in Berlin lebt, stammen Filme wie «Alles auf Zucker!» und «Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler». Hauptdarsteller Markus Hering, der zum Ensemble des Wiener Burgtheaters zählt, war 2009 in Andreas Dresens «Whisky mit Wodka» zu sehen. Auch darin wird das Filmgeschäft aufs Korn genommen.

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