New York/Los Angeles (dpa) - Am Ende waren alle Abbitten umsonst: Tiger Woods (34) und Elin Nordegren (30) sind nach dem Sex-Skandal des Profi-Golfers geschiedene Leute. Das Ende ihrer sechsjährigen Ehe wurde am Montag vor einem Gericht in Panama City (US-Staat Florida) amtlich.

Damit haben seine Affären den Golf-Superstar nicht nur seinen guten Ruf, seine Popularität und Werbeverträge gekostet, sondern auch das Familienleben und bis zur Hälfte seines Vermögens, wie US-Medien spekulierten.

Damit steht Woods vor einem Scherbenhaufen. Nach einem mysteriösen Autounfall vor neun Monaten waren Affären mit Bardamen und Call-Girls ans Licht gekommen. Auch auf dem Golfplatz hat der 34-Jährige zu kämpfen: Ihm droht der Verlust der Weltranglistenspitze. Anfang August lieferte er das schlechteste Ergebnis seiner Karriere. In der Zuschauergunst war der Sportler schon zuvor gefallen: Vom sechsten Rang der Liste beliebtester US-Promis auf Platz 147.

«Wir sind traurig, dass unsere Ehe vorbei ist, und wir wünschen uns gegenseitig das Beste für die Zukunft», gab das Paar auf Woods Internetseite bekannt. Das Wohl der beiden Kinder sei ihnen das Wichtigste, erklärten die Eltern. Sie wollten sich das Sorgerecht teilen. Einzelheiten über finanzielle Absprachen wurden offiziell nicht bekannt. Nach Angaben des «People»-Magazins waren Tiger und Elin persönlich vor dem Scheidungsrichter erschienen.

Woods und das schwedische Ex-Model sind Eltern von Sam Alexis (3) und Charlie Axel (1). «Die kommenden Wochen und Monate werden nicht leicht für sie (die Kinder) sein, während wir uns an die neue Familiensituation anpassen müssen», hieß es in ihrer Mitteilung.

Woods und Nordegren hatten sich im Oktober 2004 auf der Karibikinsel Barbados das Ja-Wort gegeben. Nach dem Unfall im November meldeten sich mehr als ein Dutzend Frauen mit pikanten Details über angebliche Sexaffären, die der Rekord-Golfer mit dem makellosen Image in den Ehejahren hatte.

Woods bekannte sich mit Tränen in den Augen vor Kameras aus aller Welt schuldig. Auf Einzelheiten ging er nicht ein. Um seine Ehe zu kitten, zog er sich vorübergehend aus dem Sport zurück und machte unter anderem eine Therapie wegen angeblicher Sex-Sucht.