Las Vegas/San Francisco (dpa) - Venezuela musste seine Hoffnungen auf einen dritten «Miss Universe»-Sieg in Folge schnell aufgeben. In der Nacht zum Dienstag gab die amtierende «Miss Universe 2009», die Venezolanerin Stefania Fernández, ihre glitzernde Krone an die strahlende Mexikanerin Jimena Navarrete ab.

Die 22-jährige brünette Latina war gegen 82 Konkurrentinnen aus aller Welt ins Rennen gezogen. Erst einmal war der Titel mit dem Sieg von Lupita Jones 1991 nach Mexiko gegangen.

Hätte Marelisa Gibson als dritte Venezolanerin in Folge in diesem Jahr gewonnen, so wäre das ein historischer Sieg in dem seit 1952 ausgetragenen Schönheitswettkampf gewesen. Doch Gibson schaffte es nicht einmal unter die 15 Finalistinnen, die in der zweistündigen TV- Übertragung aus Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) viel Haut zur Schau trugen.

Auch die deutsche Bewerberin Kristiana Rohder musste sich schnell geschlagen gegeben. Die 26 Jahre alte Münchnerin, die als «Miss Universe Germany» angetreten war, schied schon vor der Endrunde aus. So erging es auch «Miss USA» Rima Fakih, eine im Libanon geborene Muslimin, die in New York und Michigan aufgewachsen ist.

Mit Navarrete stand die 24-jährige Yendi Phillipps aus Jamaika erwartungsvoll auf der Bühne, als die Mexikanerin zur Siegerin erklärt wurde. Sie könne keinen klaren Gedanken fassen, stammelte Navarrete kurz nach der Krönung. In der Endrunde der fünf Schönsten waren zudem die Bewerberinnen aus Australien, der Ukraine und den Philippinen.

Die USA haben bisher siebenmal die «Miss Universe» gestellt, gefolgt von Venezuela, deren schönsten Frauen bisher sechsmal die Krone aufgesetzt wurde. Den dritten Platz in der Länderwertung belegt Puerto Rico mit fünf Erfolgen.

Mehrere Millionen Menschen weltweit verfolgten im Fernsehen die von der Miss Universe Organisation des US-Milliardärs Donald Trump veranstaltete Wahl. Die Show mit Auftritten der Schönheiten in Bademoden und in Abendkleidern ging im Mandalay Bay Resort und Casino in Las Vegas über die Bühne.