München (dpa) - Hiobsbotschaft für den FC Bayern München: Antreiber Arjen Robben wird dem deutschen Fußball-Rekordmeister voraussichtlich erst im kommenden Jahr wieder zur Verfügung stehen.

«Es ist mehr als fraglich, ob Arjen in der Hinrunde noch eingesetzt werden kann», sagte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger der «Bild am Sonntag». Eine neue Untersuchung habe ergeben, dass nach Robbens WM-Verletzung im Oberschenkel noch immer Flüssigkeit im Muskel sei. «Der Heilungsverlauf ist unbefriedigend. Es wird noch lange dauern, bis Arjen wieder fit ist», betonte Nerlinger.

Der niederländische Nationalspieler, der gleich in seiner ersten Bundesliga-Saison zum «Fußballer des Jahres» gewählt worden war, hatte sich in der Vorbereitung auf die WM einen Faserriss im Oberschenkel zugezogen. Dennoch spielte Robben beim WM-Turnier in Südafrika, die Folge war ein Muskelriss, der aber erst nach der Rückkehr des Offensivspielers nach München entdeckt wurde.

Erst vor zehn Tagen hatte Robben angesichts seiner Zwangspause Sonderurlaub erhalten. «Er bekommt etwas Ruhe. Wir hoffen, dass er danach anfangen kann mit dem Training», erklärte Bayern-Trainer Louis van Gaal. Doch daraus wurde nichts: Nach der neuen ernüchternden Diagnose wurde Robben erneut Ruhe verordnet - bis auf weiteres.

Bei Robbens Rückkehr nach München Anfang August war zunächst von einer zweimonatigen Pause die Rede gewesen. Noch vor zwei Wochen hatte sich der Niederländer verhalten zuversichtlich gezeigt. «Ich denke, dass ich noch in der Hinrunde spielen kann», sagte Robben damals.

Nach einem Bericht der «Bild am Sonntag» erscheint unterdessen ein rascher Weggang von Abwehrspieler Martin Demichelis immer unwahrscheinlicher. Bislang gebe es kein akzeptables Angebot für den Argentinier, der von van Gaal zuletzt zum Ersatzspieler degradiert worden war.