Berlin (dpa) - Ein Gedichte-Regen, knapp 100 Museen und Sammlungen sowie fünf Synagogen: Rund 30 000 Berliner und Touristen sind am Samstagabend zur 27. langen Nacht der Museen in der Hauptstadt geströmt.

Vor allem die Kultur-Häuser rund um den Lustgarten in Berlin-Mitte waren gut besucht, sagte die Sprecherin der Veranstalter Kulturprojekte Berlin GmbH, Gabriele Miketta.

Höhepunkt des Abends war gegen 20 Uhr ein Poesie-Regen. Über dem Lustgarten warf ein Hubschrauber mehrere hundert Lesezeichen mit Gedichten chilenisch-deutscher Autoren ab. Rund 8000 Menschen ließen sich mit den Lesezeichnen beregnen, sagte Miketta. «Viele versuchten, die Gedichte noch in der Luft zu fangen». Auch ein Feuerspektakel einer katalanische Gruppe kurz vor Mitternacht zog viele wieder zum zentralen Umsteigeplatz der langen Nacht vor das Alte Museum.

Davon profitierten auch die umliegenden Museen. So kamen 12 000 Besucher ins Pergamonmuseum und 10 000 ins Deutsche Historische Museum. Der Berliner Dom zählte im Laufe des Abends 17 000 Gäste. Bis 2 Uhr nachts hatten rund 100 Häuser zu einem Rundgang durch ihre Ausstellungen geöffnet. Die Museen konzentrierten sich in diesem Jahr auf die Unabhängigkeitsbewegungen in Lateinamerika vor 200 Jahren. Eine Premiere war die Einbindung der 10. Langen Nacht der Synagogen.

www.lange-nacht-der-museen.de