Zu Guttenberg erstmals in afghanischer Kampfzone

Baghlan (dpa) - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat als erster Spitzenpolitiker die deutschen Soldaten im Kampfgebiet in Afghanistan besucht. Fast zwei Stunden hielt er sich an einem Vorposten in der Unruheprovinz Baghlan auf. Von dem Lager aus operiert die schnelle Eingreiftruppe QRF zusammen mit afghanischen Kräften. Es sei ganz wichtig, dass man die Realitäten nicht nur vom Schreibtisch aus beurteile, begründete Guttenberg den Besuch in der Kampfzone. Bundestagspräsident Norbert Lammert traf unterdessen Präsident Hamid Karsai und ISAF-Kommandeur David Petraeus in Kabul.

Merkel: 10 bis 15 Jahre längere AKW-Laufzeiten

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für 10 bis 15 Jahre längere Atomlaufzeiten ausgesprochen. Fachlich 10 bis 15 Jahre sei vernünftig, sagte Merkel in der ARD nach Vorlage des neuen Gutachtens zu den Energieszenarien. Als Regierungschefin müsse sie allerdings auch darauf achten, dass die Sicherheit höchste Priorität habe. Aus energiefachlicher Sicht sei eine Verlängerung der Kernkraftwerkslaufzeiten im zweistelligen Bereich wünschenswert. Dafür wolle sie bei den Menschen werben.

Druck auf Sarrazin steigt

Berlin (dpa) - Pünktlich zur Vorstellung seines Buches hat Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin eine neue Welle der Empörung ausgelöst. In Interviews sagte der frühere Berliner Finanzsenator, alle Juden würden ein bestimmtes Gen teilen. FDP-Chef Guido Westerwelle und der Zentralrat der Juden warfen ihm vor, Rassismus, Antisemitismus und Hass zu schüren. Selbst von bisherigen Unterstützern schlug Sarrazin Ablehnung entgegen. Die SPD will bald über ein neues Ausschlussverfahren gegen ihn beraten. Die Rufe nach einer Abberufung bei der Bundesbank werden lauter.

Debatte über Spitzensteuersatz