Balatonfüred (dpa) - Beim erneuten Triumph des Italieners Valerio Cleri über 25 Kilometer haben die deutschen Freiwasserschwimmer bei den Europameisterschaften im Plattensee enttäuscht.

Der deutsche Meister Alexander Studzinski aus Wiesbaden wurde mit einem Rückstand von 11:33,3 Minuten auf den Sieger nur 14. Einen Einbruch erlebte Andreas Waschburger (Saarbrücken), der 15:51,9 Minuten zurücklag hatte und 16. unter 19 Startern wurde.

Cleri war nach 5:16:20,3 Stunden im Ziel und verteidigte damit seinen Titel von 2008 in Dubrovnik. Silber und Bronze gingen an die Franzosen Bertrand Venturi (5:16:36,7) und Joanes Hedel (5:18:39,6). «Ich habe jetzt in rund drei Wochen insgesamt 70 Kilometer Wettkampfstrecke hinter mir und dabei zweimal Gold und zweimal Silber gewonnen», meinte der 29 Jahre alte Italiener, der im Plattensee bereits über zehn Kilometer hinter Thomas Lurz (Würzburg) Silber gewonnen hatte. Zuvor hatte er bei der WM in Roberval in Kanada schon Gold (zehn Kilometer) und Silber (25 Kilometer) geholt.

Die deutschen Starter rätselten über ihre schwachen Resultate. «Ich habe noch keine Begründung. Ich bin kaputt wie noch nie», sagte der sichtlich enttäuschte Studzinski. «Zu Beginn der letzten Runde war der Ofen bei mir aus, ich bin ziemlich enttäuscht.» Vor dem Rennen hatte er mit einer Platzierung zwischen eins und sieben geliebäugelt. Noch heftiger erwischte es Waschburger, der erst zum zweiten Mal diese Strecke absolvierte und kurz hinter dem Ziel vor Erschöpfung zusammenbrach. «Ich konnte ab Ende der vierten Runde nicht mehr mithalten und mir wurde schwarz vor Augen, als ich im Ziel war», meinte der Saarländer, nachdem er sich erholt hatte.