Nürburg (dpa) - Audi-Pilot Mattias Ekström hat sich nach der Sommerpause im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) in glänzender Verfassung präsentiert und die Pole Position für das Rennen auf dem Nürburgring erobert.

In der Qualifikation für den fünften DTM- Saisonlauf verwies der zweimalige Champion aus Schweden Mercedes-Konkurrent Bruno Spengler mit fast vier Zehntelsekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Damit nährte Ekström seine Hoffnung, mit einem Rennsieg am 8. August eine Aufholjagd auf den im Gesamtklassement schon etwas enteilten Spengler starten zu können.

Mit dem Kanadier sowie dessen Teamkollegen Jamie Green, Paul di Resta, Gary Paffett und Ralf Schumacher starten allerdings insgesamt fünf Mercedes hinter Ekström. Zweitbester Audi war überraschend der spanische Neuling Miguel Molina. Titelverteidiger Timo Scheider kam nicht über Rang acht hinaus. Vorjahressieger Martin Tomczyk landete zunächst auf Platz elf, wurde wegen eines Reglement-Verstoßes aber nachträglich noch um drei Plätze zurückversetzt.

«Ich hatte hier eine perfekte Runde. Wenn da noch einer schneller gewesen wäre, okay», sagte Ekström nach der insgesamt 16. Pole Position seiner DTM-Karriere und fügte mit Blick auf die Mercedes- Phalanx hinter ihm grinsend hinzu: «Ich glaube, es ist eine gute Idee, einen guten Start hinzulegen.» Auch Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich war trotz Startplatz eins nicht zufrieden mit der Teamleistung. «Wir werden versuchen, die Abstimmung von Mattias auf die anderen zu übertragen», kündigte Ullrich für das Rennen auf dem 3,629 Kilometer langen Kurs an.

Sein Gegenüber Norbert Haug blickte dagegen zuversichtlich auf das Kräftemessen in der Eifel, das Audi im Vorjahr noch einen Vierfacherfolg beschert hatte. «Glückwunsch an Mattias zur Pole und Danke an unsere Jungs für die Plätze zwei, drei, vier, fünf und sechs - eine Vorstellung mit Stern», sagte Haug. «Und selbst wenn wir nicht gewinnen können, haben wir die Meisterschaft im Blick und wollen möglichst viele Punkte holen.»

Überhaupt nicht in Schwung kam erneut Timo Scheider. Der im Gesamtklassement nur auf Rang sieben liegende Titelverteidiger musste sich mit Startplatz acht begnügen und klagte über Getriebeprobleme. «Das tut ein bisschen weh jetzt», sagte Scheider. «Aber morgen im Rennen ist das sicher ausgebügelt.»