Mönchengladbach (dpa) - Die deutschen Hockey-Herren haben das Endspiel bei der Champions Trophy verpasst. Mit 0:1 (0:1) unterlag der Olympiasieger dem Erzrivalen Niederlande im entscheidenden Vorrundenspiel beim Turnier der sechs weltbesten Mannschaften in Mönchengladbach.

Den Siegtreffer vor rund 6500 Zuschauern erzielte Mink van der Weerden (11.) nach einer Strafecke. «Schade, dass wir das Finale bei der Trophy im eigenen Land nicht spielen können», sagte der enttäuschte Bundestrainer Markus Weise.

Die Niederländer waren das gesamte Spiel über die bessere Mannschaft und hatten eine Reihe guter Torchancen. Torwart Max Weinhold bewahrte Deutschland mit einigen Paraden vor einer höheren Niederlage. Weniger stark präsentierte sich die Auswahl des Deutschen Hockey Bundes (DHB) in der Offensive, insbesondere bei Strafecken. Gegen die Niederlande gelang Deutschland trotz sieben Strafecken kein Tor. Schon beim 1:3 gegen Australien hatte der Olympiasieger zahlreiche Strafecken vergeben.

«Wir haben unsere phänomenale Eckenserie fortgesetzt. Doch so kann man kein Spiel gewinnen. Unsere Ecken haben momentan einfach kein Weltniveau», kritisierte Weise. Nur Oskar Deecke hatte in der ersten Halbzeit eine Chance nach einer Strafecke.

Neben den schlechten Strafecken war eine schwache Passquote der deutschen Mannschaft der Grund für die dritte Niederlage im fünften Spiel. «Das war durchgängig keine gute Leistung von uns. Am Ende fehlte uns ein wenig die Kraft, aber vor allem unser Passspiel war viel zu ungenau», sagte Kapitän Maximilian Müller.

Doch schon am 8. August haben Müller und Co. die Chance zur Revanche. Nach zwei Siegen und drei Niederlagen in der Vorrunde der Champions Trophy trifft Deutschland im Spiel um Platz 3 erneut auf die Niederlande. Im Anschluss stehen sich im Endspiel Europameister England und Rekord-Trophy-Sieger Australien gegenüber.