Afghanistan: Eine Deutsche und sechs US-Bürger getötet

Kabul (dpa) - Ihre humanitäre Hilfe bezahlten sie mit dem Leben: Taliban-Kämpfer haben im Nordosten Afghanistans nach Angaben der Polizei eine Deutsche und sechs Amerikaner getötet. Die Opfer arbeiteten für eine christliche Hilfsorganisation in einer Augenklinik. Ein weiterer ausländischer und zwei afghanische Mitarbeiter seien ebenfalls erschossen worden, so die Polizei. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Ein Sprecher der Terrororganisation bezeichnete die Opfer als «christliche Missionare», die Geheimdienstinformationen gesammelt hätten.

SPD will Spitzensteuersatz von 50 Prozent

Berlin (dpa) - Nach den zugesagten Milliardenspenden von Superreichen in den USA fordern rot-grüne Politiker höhere Steuern für Reiche in Deutschland. Aus der SPD kommt der Vorschlag, den Spitzensteuersatz auf 50 Prozent zu erhöhen. Begrüßenswerte Spenden könnten den notwendigen finanziellen Beitrag vermögender Steuerpflichtiger zur Finanzierung des Gemeinwesens nicht ersetzen. Das sagte SPD-Politiker Joachim Poß, der «Frankfurter Rundschau». Auch Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sprach sich in der «Bild am Sonntag» für eine höhere Besteuerung von Vermögen und Einkommen aus.

Koalitionsstreit um Schwerverbrecher verschärft

Berlin (dpa) - In der Debatte um die nachträgliche Sicherungsverwahrung wird der Ton zwischen Union und FDP schärfer. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kritisierte die Haltung der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, entlassene Schwerstkriminelle dürften nachträglich nur freiwillig in Sicherungseinrichtungen untergebracht werden. Das könne nicht ernst gemeint sein. Die Ministerin setzt auf die elektronische Fußfessel für die Ex-Häftlinge. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte die nachträgliche Sicherungsverwahrung kritisiert.

Gutscheine für Hartz-IV-Kinder bleiben umstritten