Berlin (dpa) - In der Debatte um die nachträgliche Sicherungsverwahrung wird der Ton zwischen Union und FDP schärfer. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kritisierte die Haltung der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, entlassene Schwerstkriminelle dürften nachträglich nur freiwillig in Sicherungseinrichtungen untergebracht werden. Das könne nicht ernst gemeint sein. Die Ministerin setzt auf die elektronische Fußfessel für die Ex-Häftlinge. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte die nachträgliche Sicherungsverwahrung kritisiert.