Deutschlands Exportmotor brummt

Wiesbaden (dpa) - Getragen von der weltweiten Konjunkturerholung ziehen die deutschen Exporte weiter rasant an. Die Ausfuhren stiegen im Juni um 28,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Gleichzeitig führte Deutschland so viel ein wie noch nie seit 1950. Der Bundesverband Groß- und Außenhandel sprach von einem «fulminanten Halbjahresergebnis». Die deutsche Wirtschaft lieferte im Juni Waren im Wert von 86,5 Milliarden Euro aus - und damit so viel wie seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht mehr.

Noch keine Schätzung zu Hochwasser-Schäden

München/Hannover (dpa) - Die großen Versicherer können die Schäden durch das Hochwasser an Neiße und Spree noch nicht konkret abschätzen. Weder bei Europas größtem Versicherer Allianz noch bei den Rückversicherern Munich Re und Hannover Rück lagen am Montag Zahlen vor. «Eine gute Einschätzung ist frühestens in einigen Tagen, vielleicht auch erst in einigen Wochen möglich», sagte ein Munich-Re- Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur dpa in München. Dafür müsse sich zunächst das Hochwasser wieder vollständig zurückgezogen haben. Auch nach Einschätzung einer Allianz-Sprecherin dürften sich die Schäden frühestens in einigen Tagen grob beziffern lassen.

Weiter zähes Ringen um Karstadt - Fristverlängerung erwartet

Essen (dpa) - Im Karstadt-Rettungsdrama zeichnet sich eine weitere Verlängerung ab: Die für diesen Dienstag angesetzte Entscheidung des Essener Amtsgerichts über die Annahme des Insolvenzplans könne möglicherweise ein weiteres Mal verschoben werden, hieß es am Montag aus Kreisen. Ohne eine Einigung mit den Warenhaus-Vermietern kann der von Karstadt-Investor Nicolas Berggruen unterzeichnete Kaufvertrag nicht in Kraft treten. Ein gültiger Kaufvertrag ist jedoch Voraussetzung für die Annahme des Insolvenzplans durch das Gericht.

Sechs von zehn Beschäftigten arbeiten am Computer