Berlin (dpa) - Die Landesbank Berlin (LBB) blickt nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal vorsichtiger ins Jahr. Von April bis Juni sank das Ergebnis vor Steuern auf fünf Millionen Euro nach 116 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das sparkasseneigene Institut am Montag in Berlin mitteilte.

Für das Gesamtjahr hält der Vorstand nun ein Vorsteuerergebnis von 339 Millionen Euro wie 2009 für «erreichbar». Bisher sollte der Vorjahreswert übertroffen werden. Nach einem starken ersten Quartal sei das Geschäft durch Anspannungen an den internationalen Finanzmärkten spürbar belastet worden.

Vorstandschef Johannes Evers sprach von einem «lausigen zweiten Quartal». Dabei sei das Geschäft mit besseren Ergebnissen bei Privat- wie Firmenkunden im ersten Halbjahr insgesamt gut gelaufen. In den ersten sechs Monaten seien 15 600 Kunden für Girokonten zusätzlich gewonnen worden. Einen Dämpfer gab es angesichts der Schuldenkrise in Euro-Ländern wie Griechenland allerdings im Kapitalmarktgeschäft. Während im ersten Quartal noch 93 Millionen Euro Gewinn verbucht wurden, waren es im zweiten Quartal 21 Millionen Euro Verlust.

Insgesamt sackte der Vorsteuergewinn zum Halbjahr um 40 Prozent auf 131 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 110 Millionen Euro nach 189 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Zu den Aussichten auf eine mögliche Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2010 äußerte sich Evers nicht.

Die LBB war relativ gut durch die Finanzkrise gekommen und hatte kürzlich beim Stresstest der europäischen Geldinstitute unter den deutschen Banken am besten abgeschnitten. Die Sparkassengruppe hatte die einst mehrheitlich landeseigene Bank 2007 gekauft. Nur noch 1,3 Prozent der Anteile gehören Kleinanlegern.