Berlin (dpa) - Trotz mehrerer US-Initiativen treten die Bemühungen um Frieden im Nahen Osten seit Jahren auf der Stelle. Ein Rückblick:

Juli 2000: Israels Ministerpräsident Ehud Barak und Palästinenserführer Jassir Arafat verhandeln zwei Wochen in Camp David (US-Bundesstaat Maryland) - ohne Ergebnis. Auch US-Präsident Bill Clinton kann den Streit über den künftigen Status von Jerusalem nicht schlichten. Im März hatte Clinton in Genf vergeblich versucht, Syriens Präsident Hafis el Assad für den Friedensprozess zu gewinnen.

Juni 2003: Auf Druck von US-Präsident George W. Bush legen Israel und die Palästinenser bei einem Gipfeltreffen im jordanischen Akaba den Grundstein für die Umsetzung des Nahost-Friedensplans. Die Teilnehmer bekräftigen ihr Bekenntnis zum Nahost-Fahrplan, der ein Ende der Gewalt und die Schaffung eines unabhängigen Palästinenserstaates innerhalb von drei Jahren vorsieht.

November 2007: Bush lädt den israelischen Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu einer Konferenz in Annapolis (US-Bundesstaat Maryland) ein. Vereinbart werden direkte Friedensgespräche, die innerhalb eines Jahres eine Zwei-Staaten- Lösung herbeiführen sollen. Die Initiative für Frieden in Nahost scheitert jedoch wenig später.

Januar 2008: Bush führt als erster US-Präsident Gespräche mit der Palästinenserführung in Ramallah im palästinensischen Westjordanland.

November 2008: Nach einer neuen Eskalation der Gewalt treffen Abbas und Olmert in Jerusalem zusammen. Einen Monat später startet Israel im Gazastreifen seine umstrittene Militäroffensive «Gegossenes Blei». Rund 1400 Palästinenser sterben.

September 2009: US-Präsident Barack Obama, Abbas und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einigen sich in New York auf eine Fortsetzung der unterbrochenen Friedensgespräche.