Berlin (dpa) - Die Berliner Funkausstellung IFA ist eine der ältesten deutschen Industriemessen und gilt - gemessen an der Fläche - als weltgrößter Branchentreff in der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik. D

as neue Angebot Haushaltselektronik trug der IFA nach Messeangaben auf Anhieb auch in diesem Segment die Führungsrolle ein. Zur 50. IFA-Auflage vom 3. bis 8. September gibt es einen Aussteller-Rekord. Laut Messe Berlin kommen 1423 Aussteller zur IFA und damit gut ein Fünftel mehr als vor einem Jahr. Ihre Stände stehen auf insgesamt 134 400 Quadratmetern, ein Plus von elf Prozent.

Die Geschichte der IFA - die erste Funkausstellung gab es 1924 - zeichnet auch die Entwicklung der Unterhaltungselektronik rund um den Globus nach. Erste Radioempfänger, Transistoren, die CD, der Videorekorder - sie alle waren auch einmal IFA-Neuheiten. In diesem Jahr dreht sich alles wieder um flache TV-Geräte mit hoher Auflösung, die Branche setzt große Hoffnung in 3D-TV.

Die IFA war oft auch Bühne für besondere Anlässe. 1926 wurde das Berliner Wahrzeichen Funkturm übergeben, und es gab die erste Live- Rundfunksendung vom Messegelände. 1930 eröffnete Nobelpreisträger Albert Einstein die Messe. 1967 startete der damalige Vizekanzler und spätere Bundeskanzler Willy Brandt das Farbfernsehen in Deutschland.

Auf der Messe wird vor allem für das Weihnachtsgeschäft geordert. Im vergangenen Jahr belief sich die Auftragssumme auf einen Rekordwert von mehr als drei Milliarden Euro. Rund 230 000 Menschen strömten durch die Hallen.