Kolitzheim (dpa) - Die Wirtschaftskrise und stark schwankende Preise für landwirtschaftliche Produkte haben den Traktoren- Hersteller Fendt ausgebremst. Im Vergleich zur gesamten Branche sei man aber «mit einem blauen Auge davongekommen».

Das sagte Peter-Josef Paffen, Sprecher der Fendt-Geschäftsführung, am Mittwoch in Kolitzheim: «Fendt hat die Krise ordentlich überstanden.» Europaweit habe die Landtechnik-Industrie ein Minus von 20 Prozent verkraften müssen, Fendt habe im vergangenen Jahr aber lediglich einen Absatzrückgang von 11,5 Prozent registriert. Der Umsatz bei Fendt verringerte sich 2009 um rund 12 Prozent auf 1,063 Milliarden Euro. In diesem Jahr sinkt der Umsatz den Prognosen zufolge knapp unter die Ein-Milliarden-Marke.

Das zum US-Konzern Agco gehörende Allgäuer Unternehmen verkaufte 2009 nach eigenen Angaben 13 647 Schlepper - das sind 1781 weniger als im Boom-Jahr 2008. In diesem Jahr rechnet Fendt mit dem Verkauf von rund 12 500 Traktoren, hofft aber auf eine bessere Auftragslage zum Jahresende und für 2011. «Wir gehen dann von einer deutlichen Belebung aus, der Investitionsstau wird sich auflösen», sagte Paffen. Wegen starker Schwankungen bei den Milch- und Getreidepreisen hätten Landwirte zuletzt weniger investiert. Bei der Zahl der Fendt- Beschäftigten gab es kaum Veränderungen. Im Dezember waren 2281 Mitarbeiter fest angestellt, 60 mehr als im Vorjahr.