New York (dpa) - Hungrige Finanzinvestoren sind bei der zweitgrößten Hamburger-Kette Burger King auf den Geschmack gekommen. Der Fast-Food-Anbieter habe in den vergangenen Wochen mit mehreren Interessenten über eine mögliche Übernahme gesprochen, schrieb das «Wall Street Journal» am Mittwoch.

Auch die «New York Times» berichtete darüber, dass Burger King sich selbst zum Verkauf gestellt habe. Burger King war bereits zu Anfang des Jahrzehnts für mehrere Jahre komplett in der Hand von Finanzinvestoren. Sie brachten die Firma schließlich 2006 an die Börse, halten jedoch immer noch rund ein Drittel der Anteile. Burger King hat 12 000 Schnellrestaurants in 75 Ländern. Das Unternehmen ist knapp 2,5 Milliarden Dollar wert.

Das Geschäft lief für Burger King zuletzt deutlich schlechter als für den größeren Erzrivalen McDonald's. Der weltweiten Nummer eins der Burger-Branche gelang unter anderem ein Erfolg mit seinen Kaffee- und Kuchen-Angeboten, mit denen das Unternehmen aus der Fast-Food-Nische ausbrach.

Einer der vom «Wall Street Journal» genannten Kaufinteressenten, der britische Finanzinvestor 3i, widersprach aber mittlerweile. Die «New York Times» brachte dafür 3G Capital ins Spiel. Ein Abschluss könnte schon in den kommenden Tagen erfolgen, hieß es. Die Aktie sprang um 15 Prozent hoch.

Die weithin unbekannte Beteiligungsgesellschaft 3G hatte sich nach Angaben der Zeitung vor zwei Jahren schon einmal beim drittgrößten Burger-Brater Wendy's engagiert. Sie müsste sich nun vor allem mit den bisherigen Hauptaktionären von Burger King einigen: TPG, Bain Capital und Goldman Sachs.