Berlin (dpa) - Erstmals hat ein früherer DDR-Sportfunktionär flächendeckendes Staatsdoping zugegeben und selbst Kinder-Doping eingestanden. Thomas Köhler, der frühere Vizepräsident des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR bricht in seinem Buch «Zwei Seiten der Medaille», das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, sein Schweigen und widmet dem Dopingproblem 20 von insgesamt 232 Seiten. «Wenn also die DDR weiterhin im internationalen Sportgeschehen erfolgreich mithalten wollte, blieb nichts weiter übrig, als den Einsatz von Dopingmitteln zu gestatten», schreibt Rodel-Olympiasieger Köhler.