Berlin (dpa) - Fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung hat Thomas Köhler als erster hoher DDR-Sportfunktionär flächendeckendes Staatsdoping zugegeben. Sogar Kinder sollen demnach beim Schwimmen gedopt worden sein. Der 70-Jährige widmet dem Dopingproblem in seinem Buch «Zwei Seiten der Medaille» 20 Seiten. Unter anderem unterstellt Köhler Top-Athleten eine Mitwisserschaft. Alle Mittel seien im Einvernehmen mit dem Sportler verabreicht worden. Übermorgen erscheint das Buch im Handel - der dpa liegt es bereits vor.