Berlin (dpa) - Medikamente kosten in Deutschland oft doppelt so viel wie in anderen EU-Ländern. Die hohen Preise haben die Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland auf ein Rekordniveau getrieben. Das geht aus dem neuen Arzneiverordnungs-Report 2010 hervor. Mit deutlich geringeren Preisen wie etwa in Schweden und mehr Nachahmer-Mitteln könnten 9,4 Milliarden Euro gespart werden, sagte Herausgeber Ulrich Schwabe. Milliardensubventionen für die Pharmabranche seien weder ökonomisch noch gesundheitspolitisch zu vertreten. Viele Privilegien der Pharmaindustrie sollten abgeschafft werden, forderte er.