Deutsche Bundesbank will Sarrazin loswerden

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bundesbank will ihr Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin loswerden. Der Vorstand beschloss einstimmig, bei Bundespräsident Christian Wulff die Abberufung von Sarrazin als Mitglied des Vorstandes zu beantragen. Sarrazin war wegen seiner diskriminierenden Äußerungen gegen Zuwanderer und einem angeblichen Juden-Genin in die Kritik geraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die Entscheidung der Bundesbank für eine Abberufung ihres Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin.

Nahost-Gespräche wieder aufgenommen

Washington (dpa) - Nach knapp zwei Jahren Stillstand hat eine neue Nahost-Friedensrunde begonnen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kamen in Washington zu einem ersten Gespräch zusammen. Ziel ist es, innerhalb eines Jahres eine Lösung zu finden. Dabei wird eine Zwei- Staaten-Lösung angestrebt. Skeptiker warnen vor enormen Probleme bei den Verhandlungen. Eine besondere Schwierigkeit: Die in Gaza herrschenden radikalislamischen Hamas sind nicht dabei. Sie lehnen die Verhandlungen ab.

Merkel will Streit um längere Laufzeiten auf Koalitionsgipfel lösen

Berlin (dpa) - Die schwarz-gelbe Koalition muss eine Sonntagsschicht einlegen: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen Koalitionsgipfel zur Lösung des Streits um die längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke einberufen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa in Berlin. An dem Treffen Sonntagnachmittag werden neben CDU- Chefin Merkel die zwei Parteichefs von FDP und CSU, Guido Westerwelle und Horst Seehofer, teilnehmen. Ziel: eine abschließende Klärung der längeren Laufzeiten für die Atomkraftwerke und die Zusatzzahlung der Stromkonzerne. Im Gespräch ist ein Zeitraum von 10 bis 15 Jahren.

Uneinigkeit in Koalition zu Sparpaket