Paris (dpa) - Fußball-Ikone Zinedine Zidane hat Frankreichs Nationalspielern vor dem Start in die EM-Qualifikation am Freitag gegen Weißrussland mit einem Besuch im Team-Quartier Auftrieb gegeben.

«Er hat nicht lange gesprochen, aber seine Worte kamen aus dem Herzen. Das hat uns sehr ermuntert», sagte Stürmer Guillaume Hoarau. Der Paris-SG-Profi, der im Pariser Stade de France von Anfang an auflaufen soll, fügte gegenüber dem Sportblatt «L'Équipe» an: «Zidane hat sozusagen den Stab übergeben.»

Zidane hatte auf Bitte des neuen Nationaltrainers Laurent Blanc praktisch den ganzen Tag im Trainingslager der «Équipe tricolore» in Clairefontaine bei Paris verbracht. Der Mann, der an der Seite von Blanc den WM-Titel von 1998 gewann, hielt eine Rede und nahm auch am Training teil. «Ich habe (den Spielern) keine Ratschläge gegeben, sondern einfach etwas Zeit mit ihnen verbracht (...) ich wollte etwas von meiner Erfahrung rüberbringen und habe ihnen erklärt, wie wichtig der Sieg ist», so der 38-jährige «Zizou».

Die Profis waren aus dem Häuschen. «Das ist ein magischer Moment», erklärte Adil Rami vom OSC Lille. Arsenal-Profi Gaël Clichy räumte ein, er habe Zidane «die ganze Zeit nur angestarrt». Die Empfehlungen des Altstars wolle man nicht verraten, so Rami. Gegen das weißrussische Team mit dem Ex-Stuttgarter Alexander Hleb soll ohne die vier vom Verband als WM-Hauptsünder gesperrten Franck Ribéry, Nicolas Anelka, Patrice Evra und Jérémy Toulalan die Operation «Wiedergutmachung» gestartet werden. Mehr als 65 000 Zuschauer werden im Stade de France erwartet. «Es sollen nur die kommen, die uns unterstützen wollen», forderte Blanc.

Der Coach wird vor seinem offiziellen Debüt auf der Équipe-Bank von Personalprobleme geplagt. Neben Bayern-Star Ribéry & Co. müssen auch Yohan Cabayé von OSC Lille und Lassana Diarra von Real Madrid wegen Verletzungen passen. Außerdem bangt man um den Einsatz von Stürmer Karim Benzema. Der Real-Profi hatte nach einem Schlag auf den rechten Knöchel das Training abbrechen müssen und konnte am Mittwoch immer noch nicht trainieren.