Fremont (dpa) - Der spektakuläre Bieterwettstreit um den Speicherspezialisten 3Par geht in die Endphase: Der weltgrößte Computerbauer Hewlett-Packard hob am Donnerstag sein Angebot auf insgesamt 2,4 Milliarden Dollar an und zog damit das 3Par-Management auf seine Seite.

Dieses hatte bislang zum HP-Konkurrenten Dell gehalten, der 3Par ebenfalls schlucken will. Das Angebot von HP sei die bessere Wahl, teilte 3Par am Donnerstag mit. Pro Aktie bietet die Nummer eins der Branche nun 33 Dollar. Dell hatte sein Angebot klammheimlich auf 32 Dollar aufgestockt, wurde aber gleich wieder von HP überboten, wie jetzt bekannt wurde.

Es ist aber durchaus denkbar, dass Dell noch einmal nachlegt. Die 3Par-Aktie stieg in dieser Erwartung bereits auf knapp 34 Dollar. Die beiden Computerkonzerne liefern sich seit zwei Wochen ein heißes Bietergefecht. Davor war die Aktie keine 10 Dollar wert.

3Par ist deshalb so spannend, weil der Konzern im Wachstumsfeld Datenspeicher gut aufgestellt ist: Zum einen steigen die Datenmengen stetig an, die Unternehmen oder Behörden verwalten müssen. Zum anderen nimmt das sogenannte Cloud Computing Fahrt auf. Dabei lagern Programme zentral auf Großrechnern und werden je nach Bedarf vom Computer am Arbeitsplatz abgerufen. Bislang hatte der Speicherspezialist mit lediglich 194 Millionen Dollar Jahresumsatz aber nur wenig Aufsehen erregt.