Berlin (dpa) - Mercedes will die Motorradleidenschaft von Michael Schumacher weiter tolerieren.

«Michael hat Spaß am Motorradfahren und weiß exakt, was er tut, und wir wissen das auch», sagte ein Sprecher, nachdem der Formel-1-Pilot fünf Tage vor dem Großen Preis von Singapur mit einer Zweirad-Spritztour auf dem Sachsenring für Aufsehen gesorgt hatte. Auf der Rennstrecke in Hohenstein-Ernstthal hatte Schumacher einige Runden gedreht. Vorsichtig und auf mehreren Marken, wie Verantwortliche des Kurses sagten. Per Helikopter ging es danach für Schumacher weiter.

Schumachers Abstecher auf zwei Räder sind nichts Ungewöhnliches. Auch weil der 41-Jährige einen Vertrag mit einem Helmhersteller hat und die Entwicklungsarbeiten neben seinem Formel-1-Engagement fortsetzt. Für Aufsehen sorgen die Fahrten aber vor allem deswegen, weil sich Schumacher im Februar 2009 bei einem Sturz schwer verletzte.

Erst nachträglich stellten sich die Verletzungen, die er sich im spanischen Cartagena zugezogen, in vollem Umfang heraus. Sein im vergangenen Jahr für Ferrari geplantes Comeback musste Schumacher schweren Herzens absagen. Auch in diesem Jahr ist Schumacher aber schon wieder öfter Motorrad gefahren. Es gehört zu seinen Leidenschaften - wie Kartfahren oder Fallschirmspringen.

Neuland kommt dagegen an diesem Wochenende auf den Rekordweltmeister zu. Erstmals wird Schumacher beim spektakulären Formel-1-Nachtrennen in Singapur an den Start gehen. «Es ist ein neues Rennen für mich, ein Stadtrennen und ein Nachtrennen - es gibt also gleich drei Gründe, darauf gespannt zu sein», sagte Schumacher, der in diesem Jahr im Mercedes mit dem WM-Titelkampf nichts zu tun hat. Richtig angreifen will er 2011 - auf vier Rädern.