Berlin (dpa) - Bundespräsident Christian Wulff hat verstärkte Anstrengungen zur Förderung von Nachwuchs in Ingenieurberufen verlangt. Der zusätzliche Bedarf für technischen Fachbereiche werde auf mehr als 50 000 Arbeitskräfte jährlich geschätzt, sagte Wulff.

Nicht immer sei das Verständnis für neue Technik entsprechend ausgeprägt. «Bei uns herrscht die Neigung, vor allem die Risiken zu betonen, während der Blick auf die Chancen schnell in den Hintergrund gerät», sagte Wulff. Er sprach bei einer Veranstaltung zur Förderung des Ingenieurnachwuchses. Anlass war die Vorstellung des Buchs von Ekkehard D. Schulz «55 Gründe, Ingenieur zu werden». Ingenieure seien «der Motor des Fortschritts», heißt es darin. Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Schule und Eltern werden ermuntert, Fachkräfte zu gewinnen und dauerhaft zu halten. «Frauen fördern: Die Zukunft der Technik ist weiblich», ist eine der Thesen von Schulz.