New York (dpa) - Gut war den Börsianern nicht gut genug: Der Software-Spezialist Adobe hat trotz kräftiger Zuwächse bei Umsatz und Gewinn schwer enttäuscht. Nach einem verhaltenen Ausblick auf das laufende Quartal brach die Adobe-Aktie im New Yorker Handel um 21 Prozent auf 26 Dollar ein.

Von dem Unternehmen kommt unter anderem Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop, das PDF-Programm Acrobat und die Multimedia-Plattform Flash. In dem am 3. September abgeschlossenen dritten Quartal stieg der Umsatz um 42 Prozent auf 990 Millionen Dollar. Der Gewinn schoss von 136 auf knapp 230 Millionen Dollar hoch, wie Adobe nach US- Börsenschluss am Dienstag mitteilte.

Das Problem für die Börsianer war aber vor allem die Prognose für das laufende vierte Geschäftsquartal. Hier rechnet Adobe mit 48 bis 54 US-Cent je Aktie bei Erlösen zwischen 950 Millionen und einer Milliarde Dollar. Marktexperten hatten mit mehr gerechnet. Und an der Börse sind Erwartungen fast alles. Im dritten Quartal lag der Gewinn pro Aktie bei 44 US-Cent.

Adobe liefert sich einen Streit mit Apple um die Flash-Software, die der iPhone-Hersteller als zu schwerfällig und unsicher bezeichnet und auf seinen Geräten nicht unterstützten will. Zuletzt hatte sich die Kontroverse etwas entspannt, als Apple auch Programme zuließ, die mit Hilfe von Adobe-Programmierwerkzeugen erstellt wurden. Nach der Apple-Entscheidung war die Adobe-Aktie zunächst in die Höhe geschnellt.

Adobe-Quartalszahlen