Washington (dpa) - US-Finanzminister Timothy Geithner hat die «Basel III» genannten, strengeren Regeln für Geschäftsbanken als «großen Meilenstein» gelobt.

Die USA seien entschlossen, die Umsetzung in nationale Vorschriften zur gesetzten First Ende 2012 zu vollziehen, sagte Geithner am Mittwoch vor einem Kongressausschuss in Washington. Er unterstrich allerdings, dass die Reformen in den einzelnen Ländern so gestaltet werden müssten, dass es zu keinen Wettbewerbsverzerrungen im globalen Finanzsystem komme.

Gemeinsam mit der im Sommer verabschiedeten US-Finanzreform könnten die «Basel III»-Regeln «die Wahrscheinlichkeit und Schwere künftiger Finanzkrisen erheblich verringen», sagte Geithner weiter. Steuerzahler würden besser geschützt, weil der Risikobereitschaft der Finanzinstitutionen künftig Grenzen gesetzt werden.

Geschäftsbanken weltweit sollen den Vorgaben zufolge künftig wesentlich mehr Eigenkapital vorhalten. Damit und mit neuen Standards zur Liquidität wollen die Chefs der Notenbanken und Aufsichtsbehörden von 27 Ländern erreichen, dass Banken in künftigen Krisen ohne Milliardenspritzen der öffentlichen Hand überleben können.

Die Einigung der weltweit wichtigsten Bankenaufseher wurde nach monatelangem Tauziehen erzielt. Die internationale Bankenwelt muss sich nun auf weitere Milliarden-Lasten einstellen. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen. Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Wirtschaftsmächte (G20) beraten im November in Südkorea über das Reformpaket.