Berlin (dpa) - Der Autobauer Volkswagen vergrößert den Abstand zu den anderen Herstellern in Deutschland. Während die früheren Hauptwettbewerber Opel und Ford in den vergangenen 15 Jahren große Einbußen verzeichneten, steigerte VW seinen Marktanteil deutlich.

Das geht aus einer Untersuchung des Instituts Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Im nächsten Jahr gebe der neue Passat VW einen weiteren Schub, so dass mit weiter steigenden VW-Marktanteilen zu rechnen sei, heißt es darin. Zur Marke VW gehören unter anderem die Modelle Golf, Polo, Jetta und Passat. Zum VW-Konzern zählen zudem Marken wie Audi und Skoda.

Laut der Untersuchung hat VW in Deutschland seinen Marktanteil bei Neuzulassungen von 19,4 Prozent im Jahr 1995 auf 21,7 Prozent nach den ersten acht Monaten 2010 erhöht. Mehr als 80 Prozent seiner Fahrzeuge verkaufe VW als Klein- und Kompaktwagen. Allerdings gingen die Verkäufe auf dem Heimatmarkt auch bei VW in diesem Jahr deutlich zurück, nachdem es im vergangenen Jahr wegen der Abwrackprämie für Altautos einen Boom gegeben hatte.

Deutlich Marktanteile verloren haben in den vergangenen Jahren vor allem Opel und Ford. Der angeschlagene Autobauer Opel kommt aktuell in Deutschland auf einen Marktanteil von 7,7 Prozent - vor 15 Jahren noch lag dieser bei 17 Prozent. Ford erreichte 1995 einen Anteil von 11,4 Prozent, im Laufe der Jahre aber sank dieser deutlich auf derzeit 6,9 Prozent.

Nummer zwei auf dem deutschen Markt hinter VW ist Mercedes mit einem Marktanteil von 9,3 Prozent (1995: 7,6 Prozent), gefolgt von BMW mit 8,0 Prozent (1995: 6,5 Prozent), danach kommt Opel.

Der VW-Konzern ist Europas größter Autobauer und hat ehrgeizige Pläne: Bis 2018 wollen die Wolfsburger Toyota als weltgrößten Autobauer ablösen. Bislang ist VW Nummer drei nach Toyota und General Motors.