Dresden (dpa) - Sie ist ein letzter grünlicher Schimmer in der gelben Commerzbank-Welt: In der Dresdner Innenstadt hat Vorstandschef Martin Blessing am Montag eine letzte Filiale mit dem Firmenschild «Dresdner Bank» eröffnet.

Sie wird künftig die einzige Zweigstelle sein, die noch den traditionsreichen Namen trägt. Nach der Verschmelzung beider Banken will sich das Unternehmen damit zu dem Ort bekennen, an dem vor 138 Jahren die Dresdner Bank gegründet wurde. Die Großbank tritt ansonsten ausschließlich unter dem Namen Commerzbank in Erscheinung.

Die Commerzbank hatte die Übernahme der Dresdner im Sommer 2008 bekannt gegeben. Seit dem Herbst 2009 wird die neue gemeinsame Marke etabliert. Ein großer Teil der Dresdner Filialen ist inzwischen auf Commerzbank-Optik umgestellt.

Als nächsten Integrationsschritt nannte Blessing die Zusammenlegung der EDV-Systeme der beiden Banken, die für das kommende Frühjahr geplant sei. Die dafür notwendige Software sei vorbereitet und werde derzeit getestet. Sobald sie laufe, könne das System der Dresdner Bank abgeschaltet werden, dann werde Doppelarbeit vermieden. «Das wird einen großen Teil der Kosteneinsparungen ausmachen», sagte der Vorstandschef.

Streng genommen hat auch die neue Filiale am Dresdner Altmarkt, die zugleich Hauptsitz des Unternehmens in Sachsen sein wird, nur einen grünen Schimmer: Mit Ausnahme des Schriftzugs orientiert sich das gesamte Erscheinungsbild wie in allen anderen Zweigstellen an dem der Commerzbank.