Seoul (dpa) - Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone hat sich Medienberichten zufolge unterschiedlich zur Durchführung der Formel-1-Premiere in einem Monat in Südkorea geäußert.

«Es ist nicht gut. Die Strecke hätte schon vor sechs Wochen inspiziert werden sollen», sagte der 79 Jahre alte Brite dem Sender BBC und nährte damit die Zweifel an dem Südkorea-Debüt der Königsklasse am 24. Oktober. In einem Interview der südkoreanischen Zeitung «The Korea Herald» sagte Ecclestone wiederum: «Wir sind im Moment zufrieden mit der Strecke.»

Ein Sprecher des Veranstalters, Korea Auto Valley Operation (KAVO), bekräftigte zudem, dass die Strecke pünktlich fertiggestellt sein werde. «Der Grund für die Verzögerungen war das schlechte Wetter», erklärte er.

Nach Angaben des Automobil-Weltverbandes FIA wird Renndirektor Charlie Whiting nun erst am 11. Oktober den neuerbauten Kurs in Yeongam, viereinhalb Autostunden von Seoul entfernt, begutachten. Eine vorgesehene Inspektion am 21. September hatte nach offiziellen Angaben wegen eines Feiertages abgesagt werden müssen. Laut «Korea Herald» wurde die Inspektion auch verschoben, weil die «letzte Asphaltschicht auf der Strecke noch gelegt werden muss».

«Es ist eine Frage, ob wir das Rennen absagen oder nicht», meinte Ecclestone am Rande des Großen Preis von Singapur am Wochenende. Die Organisatoren in Südkorea beschwichtigen offensichtlich. «Sie sagen, alles sei okay. Wir müssen hoffen, dass sie recht haben.»

Bilder von der Baustelle hatten die Zweifel an einer Austragung des Rennens immer wieder genährt. Auch die offizielle Einweihung Anfang September hatte nicht zur Beruhigung beigetragen. Laut Regelwerk hätte die Prüfung der FIA-Inspektoren bereits im Juli stattfinden müssen.

Bedenken äußerte Ecclestone auch mit Blick auf die Unterstützung für das Rennen. «Das ist das erste Rennen (in Südkorea), ein brandneues Rennen», wurde er von «Korea Herald» zitiert. «Die Menschen lesen kompletten Unsinn in Zeitungen, dass es nicht stattfindet, ich erwarte deshalb keine große Zuschauermenge.»