Köln (dpa) - Die britische Band Stornoway tourte in diesem Jahr erstmalig durch Deutschland und kam am Mittwoch auch in Köln an, um das gut gefüllte Studio 672 mit ihrem irisch geprägten Folk-Rock zu begeistern.

Stornoway haben sich nach einer schottischen Inselstadt benannt, bestehen live aus vier Jungs und einer Geigerin und sind mit ihren zauberhaften bis druckvollen Arrangements irgendwo zwischen irischem Folk, Akustikpop und mehrstimmigem Sixites-Wohlfühl-Gesang zu verorten. Besonders erwähnenswert ist die sehr klare, kräftige und wunderschöne Stimme des Sängers Brian Briggs, um den sich die souverän agierende Band versammelt.

Im Studio 672 legten Stornoway ein sympathisches einstündiges Konzert hin, das sie mit den Songs ihres im Mai 2010 auf dem Label 4AD erschienenen Debütalbums «The Beachcomber's Windowsill» bedienten. Uptempo-Nummern und ruhigere Songs hielten sich dabei die Waage. Bemerkenswert war bei den Uptempo-Nummern das treibende Nachvornespielen des Bassisten. Die Akustik-Songs hingegen spielten sie tatsächlich akustisch und der Sänger nahm dazu nicht einmal das Mikrofon zur Hilfe.

Bei der einzigen Zugabe des Abends spielten Stornoway lediglich ihren Hit «Zorbing», bevor sie endgültig von der Bühne gingen. Was von dem Kölner Auftritt bleibt, ist die Erinnerung an eine Band, die mit ihren sehr eigenständigen und ausgereiften Folk-Interpretationen und mit der Stimmgewalt ihres Sängers überzeugte.

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