Berlin/Gorleben (dpa) - Seit mehr als 30 Jahren steht Gorleben im niedersächsischen Wendland im Zentrum des Streits um die Atomenergie. Ein Rückblick:

1977: Die niedersächsische Landesregierung unter Ernst Albrecht (CDU) beschließt, in Gorleben ein nukleares Entsorgungszentrum mit Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) zu gründen.

1979: 100 000 Atomkraftgegner demonstrieren in Hannover. Albrecht erklärt, eine WAA in Gorleben sei «politisch nicht durchsetzbar» und empfiehlt, Wiederaufbereitung und Endlager zu trennen.

1980: Tiefbohrungen zur Erkundung des Salzstocks auf seine Eignung als Atommüllendlager beginnen.

1982: Die Bauarbeiten für das Zwischenlager Gorleben starten.

1983: Die Erkundung des Salzstocks unter Tage beginnt.

1988: Sechs Anwohner scheitern mit einer Verfassungsbeschwerde gegen das Zwischenlager vor dem Bundesverfassungsgericht.