Frankfurt/Main (dpa) - Angesichts der Unsicherheit vor der Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke hat der Dax am Freitag seine Verluste deutlich ausgeweitet. Der deutsche Leitindex rutschte am Ende der ersten Handelsstunde um 1,86 Prozent auf 5480 Punkte ab.

Schon am Donnerstag war der Leitindex nachmittags nach einem Erholungskurs plötzlich eingebrochen und schloss deutlich im Minus. Die Ursache für diesen Einbruch gab an der Börse aber Rätsel auf. Der MDax büßte derweil am Freitag 1,89 Prozent auf 8541 Punkte ein, der TecDax gab deutlich nach. Er fiel um 1,27 Prozent auf 708 Punkte.

Während am Markt zuletzt auf eine weitere geldpolitische Lockerung in den USA spekuliert wurde, warnen Experten vor überhöhten Erwartungen an die US-Notenbank Fed. Ben Potter von IG Markets etwa rechnet nur mit dem üblichen Wortlaut, wonach die Fed «alles Nötige tun werde, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen».

Schlecht für den Dax ist laut Händlern aber auch das in einigen europäischen Ländern verlängerte Leerverkaufsverbot, weshalb sich Spekulationen auf fallende Kurse weiterhin auf den deutschen Markt konzentrieren dürften.

Unter den Einzelwerten gab es jedoch einen Lichtblick: Gildemeister im MDax stiegen um 3,79 Prozent auf 10,69 Euro. Hilfreich waren am Vorabend angekündigte Aktienrückkäufe.