Frankfurt/Main (dpa) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben am Mittwoch in einem umsatzschwachen Handel zugelegt. Der Dax gewann bis zum Mittag 1,20 Prozent auf 5712 Punkte. Vor wichtigen US-Daten im weiteren Wochenverlauf sprachen Börsianer aber von zurückhaltenden Marktteilnehmern und geringen Umsätzen.

Der MDax stieg um 1,57 Prozent auf 9037 Punkte, der TecDax rückte um 1,08 Prozent vor auf 746 Punkte. Dem Markt fehlten laut Händlern die eindeutigen Impulse. Nach den jüngsten Verlusten und dank der Stabilisierung in den Vortagen gebe es aber einzelne Käufe von Schnäppchenjägern. Die am Vorabend gezeigte Entschlossenheit der amerikanischen Notenbank, die US-Konjunktur wenn nötig zu stützen, wirke positiv.

Dazu kämen die Einzelhandelsumsätze in Deutschland. Sie stagnierten zwar im Juli, Volkswirte hatten aber einen Rückgang erwartet. Der deutlich fallende Goldpreis signalisiere zudem eine wieder steigende Risikofreude der Investoren, was Aktienanlagen zu gute komme. Etwas belastend wirkten Berichte, dass die italienische Regierung bei ihrem Sparpaket weiter zurück rudern könnte.

Nach der Zahlenvorlage französischer Wettbewerber rückten einige Dax-Werte in den Blick. So wurden die Metro-Aktien zunächst von einem ersten Schreck über den Ausblick der Supermarktkette Carrefour belastet. Der französische Wettbewerber sieht seinen operativen Gewinn im Gesamtjahr nun um 15 Prozent fallen. Analysten hatten allerdings mit einer Enttäuschung gerechnet. Metro-Aktien kletterten nach Startverlusten mit 0,67 Prozent ins Plus. Die Anteile am Konsumgüterhersteller Beiersdorf sackten dagegen nach enttäuschenden Zahlen von L'Oreal mit minus 0,42 Prozent an das Dax-Ende.

Im MDax profitierten Bauwerte und Baudienstleister wie Bilfinger Berger und Hochtief mit Gewinnen von rund anderthalb Prozent von guten Zahlen des Wettbewerbers Vinci.