Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) informiert die Partei- und Fraktionschefs der Parteien im Bundestag über ihren Kurs im Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa.

Nach der Kabinettssitzung kamen dazu am Dienstag Spitzenvertreter von Union, FDP, SPD, Grünen und Linken im Kanzleramt in Berlin zusammen.

Zuvor hatte das Kabinett den Gesetzentwurf zur Umsetzung der von den EU-Staats- und Regierungschefs am 21. Juli vereinbarten Reform des Euro-Rettungsschirms EFSF auf den Weg gebracht. Damit sollen die zusätzlichen Befugnisse des Rettungsschirms und das erhöhte Volumen für Notkredite national umgesetzt werden. Die Beteiligung des Bundestages ist darin noch nicht geregelt. Sie ist Sache des Parlaments. Politiker auch von Union und FDP pochen auf mehr Einfluss des Bundestages.

Entsprechende Änderungen der Beteiligungsrechte soll der Bundestag im weiteren Gesetzgebungsverfahren einbringen. Dabei soll auch die für den 7. September angekündigte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts berücksichtigt werden. Endgültig beschlossen werden sollen die Gesetzespläne zur EFSF-Reform von Bundestag und Bundesrat dann Ende September.